Am 30. Oktober 2026 stand für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8, 9 und 10 alles im Zeichen der Nachhaltigkeit. Bei unserem ersten BNE-Tag (Bildung für nachhaltige Entwicklung) konnten die Jugendlichen selbst aktiv werden und ihre Schule und deren Umfeld ein Stück weit nachhaltiger gestalten. Bildung für nachhaltige Entwicklung soll Menschen dazu befähigen, verantwortungsvoll mit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen umzugehen. Es geht darum, nicht nur über Probleme zu sprechen, sondern selbst Ideen zu entwickeln, Lösungen zu finden und Veränderungen anzustoßen. Genau das stand an diesem Tag im Mittelpunkt: Die Schülerinnen und Schüler konnten sich im Vorfeld ein Projekt aussuchen, das sie besonders interessierte, und anschließend gemeinsam an der Umsetzung arbeiten.

Sieben Projekte und viele kreative Ideen

Die Projektgruppe „Mehr Bewegung im Schulalltag“ beschäftigte sich mit der Frage, wie mehr Bewegung in unseren Schulalltag integriert werden kann. Das Treppenhaus wurde mit einfachen Fitnessübungen ausgestattet, die zum Mitmachen einladen. Außerdem entstanden Plakate mit weiteren Ideen, beispielsweise Yoga-Angeboten, Bewegungsimpulsen und regelmäßigen Aktionen wie einer Disco in der zweiten Pause.

Bei „Mülleimer aufpimpen“ bekamen die Abfalleimer unserer Schule ein neues Aussehen. Mit Augen und lustigen Sprüchen versehen, sollen sie die Schülerinnen und Schüler daran erinnern, ihren Müll dort zu entsorgen, wo er hingehört. So wird Mülltrennung und Sauberkeit auf kreative Weise zum Thema gemacht.

Die Gruppe „Ein sauberer Schulweg“ nahm sich eines Problems in unserer Schulstraße an: den zahlreichen Hundehinterlassenschaften auf den Gehwegen und Grünflächen. Die Jugendlichen gestalteten bunte Hinweisschilder, die an den Bäumen entlang der Schulstraße angebracht wurden. Durch das Laminieren sollen diese möglichst lange halten und Spaziergängerinnen und Spaziergänger daran erinnern, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde zu beseitigen. Es sind sogar Kotbeutel an den Hinweisschildern angebracht, die dafür genutzt werden können.

Ein ebenso wichtiges Anliegen für unsere Schulgemeinschaft griff die Gruppe „Ein Zebrastreifen in der Schulstraße“ auf. Da sich unsere Schule auf ein Hauptgebäude und eine Außenstelle verteilt, müssen viele Schülerinnen und Schüler regelmäßig die Schulstraße überqueren. Die Jugendlichen führten Verkehrszählungen durch, gestalteten Informationsplakate und formulierten eine Bitte an die Gemeinde, die Einrichtung eines Zebrastreifens zu prüfen. Ihre Ergebnisse und ihr Anliegen wurden an die Gemeinde weitergeleitet.

Um das Thema „Wasser zugänglich machen“ ging es in einer weiteren Projektgruppe. Verschiedene Wassersorten wurden verkostet und daraufhin untersucht, welche bei den Schülerinnen und Schülern am besten ankommen. Gemeinsam überlegten die Jugendlichen, wie Trinkwasser für alle an der Schule besser zugänglich gemacht werden könnte. Außerdem beschäftigten sie sich mit der Bedeutung des Wassers und bauten einen anschaulichen Wasserkreislauf.

Technisch wurde es beim Projekt „Einen Müllroboter programmieren“. Hier eigneten sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig die notwendigen Programmierkenntnisse an. Ihr Ziel: Ein Roboter sollte Müll aufsammeln und ihn in eine Mülltonne befördern. Dabei waren Ausprobieren, Tüfteln und Problemlösen gefragt.

Für mehr Bewegungsmöglichkeiten in den Pausen sorgte schließlich die Gruppe „Fußballtore für die Wiese“. Sie baute mobile Fußballtore, die künftig auf der Wiese neben der Mensa genutzt werden können. Damit entstehen neue Möglichkeiten, die Pausen aktiv und gemeinsam zu gestalten.

Nachhaltigkeit beginnt vor der eigenen Haustür

Der BNE-Tag hat gezeigt, wie vielfältig Nachhaltigkeit sein kann. Die Jugendlichen haben sich mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen auseinandergesetzt und eigene Ideen in die Tat umgesetzt, egal ob mit Umweltschutz, Verkehrssicherheit, Gesundheit, Bewegung oder technische Lösungen. Besonders schön war, dass viele Ergebnisse nicht nur für diesen einen Tag gedacht sind, sondern unseren Schulalltag auch langfristig bereichern sollen.

Ein großes Dankeschön an alle Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, die mit viel Engagement, Kreativität und Tatkraft dabei waren. Denn nachhaltige Veränderungen beginnen oft mit einer ganz einfachen Idee. Und mit Menschen, die sie gemeinsam umsetzen!

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